04. August 2008

:: Die andere Seite

Über 8 Jahre hat es gedauert, die Tage war es soweit.

Ich hatte einen Kommentar zu meinem AAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHH! Artikel. Dort gab es die erste negative Aussage bezüglich der Tatsache das ich mit 15 Vater geworden bin.

Inzwischen sind die Kommentare gelöscht da der Autor beleidigend geworden ist, und ich mir sowas nicht bieten lassen muss, vor allem nicht im eigenen Blog.

Ich kann mir durchaus denken das der Autor mit seiner Meinung nicht alleine da steht, nur die Art und Weise wie er sie “präsentiert” hat entsprach genau dem als was er mich bezeichnete; dumm.

Ich diskutier gerne und jederzeit über “das Thema”, aber nur wenn es sachlich bleibt, nicht ausartet und vor allem nicht beleidigend wird.

Sicherlich kann man es als “dumm” auslegen wenn man mit 15 Vater wird, aber solcherlei Aussage ist keine Diskussiongrundlage.

Niemand sollte so “wahnsinnig” sein und jemandem empfehlen mit 15 Vater zu werden. Wir hatten damals diverse Gespräche mit unseren Eltern, Hilfsorganisationen und Beratungsstellen. Dort werden einem Vor- und Nachteile zur Genüge auf den Tisch gelegt, vorwiegend natürlich die Nachteile.

Das letzte was ich will ist dem Staat auf der Tasche zu liegen, aber um das genauer zu verstehen wie das alles ablief (Neuro,Psycho,Reha) könnte ich fast ein Buch schreiben (vielleicht mache ich das ja mal?).

Die Maßnahmen die man mir gab (die mir angeboten wurden) wurden immer vom Träger abgebrochen wogegen ich jedesmal protestierte in der Hoffnung die Maßnahme erfolgreich zu beenden. Es gab nichts schlimmeres als sich dagegen nicht wehren zu können, was aber leider immer der Fall war, deswegen verstiess ich auch gegen die Auflage keine Eigenbemühungen zu leisten da ich durch die REHA betreut wurde, und bewarb mich weiterhin für freie Stellen auf dem offenen Arbeitsmarkt um diesem Elend zu entrinnen, bisher leider ohne Erfolg.

Es gäbe nichts schöneres für mich als nicht mehr zur Agentur für Arbeit laufen zu müssen sondern einfach unabhängig eine Ausbildung irgendwo zu absolvieren, nur wurde mir diese Möglichkeit bisher nicht gegeben.

Die derzeitige Maßnahme soll zeigen in welchem Berufsfeld ich möglichst erfolgreich tätig werden kann, ohne das mir Neuro oder Psyche wieder dazwischenfunken, und bisher sieht es sogar richtig gut aus, trotz des Stress der letzten Wochen. Ich bleibe also zuversichtlich und hoffe dadurch bald irgendwo Fuss fassen zu können.

Die Aussage “nicht arbeiten können, aber Kinder in die Welt setzen” war mit ihrem drumherum absolut schwachsinning. Ich kann arbeiten und ich arbeite, auch wenn derzeit eben nicht in einem Vollzeitjob und nicht unabhängig. Klar, bei meinen gesundheitlichen Umständen ist ein Kind nicht gerade förderlich, aber Abtreibung kommt für uns nicht in Frage, und da Deutschland immernoch eine demokratische Gesinnung als solche hat, braucht man da auch nicht weiter zu diskutieren, die Entscheidung obliegt den verantwortlichen.

Da gibt es ganz andere Menschen über die man “meckern” könnte, was ja des deutschen liebste Beschäftigung ist, jammern und meckern, wenn “er” (der Deutsche) das nicht kann ist er ja unerfüllt in seinem Leben ;)

@Wolf Wenn du dir deine beleidigenden Kommentare sparst, können wir das gerne weiter ausdiskutieren, wenn du dazu jedoch nicht in der Lage bist, dann lass es einfach sein ;)

28. Juli 2008

:: Schlechte Nachbarschaft (RottenNeighbour.com)

Ich dachte ich seh nicht richtig als ich eben einen Bericht über das Portal “RottenNeighbor.com” (oder auch RottenNeighbour) las.

RottenNeighbour.com ist ein Portal auf dem man “mit der Hilfe von GoogleMaps das soziale Umfeld seiner zukünftigen Nachbarschaft vor einem Umzug analysieren kann”, so die ungefähre Message die übermittelt werden soll.

Wenn man sich dort etwas umsieht merkt man wieder ein mal wie denunziant die Deutschen sind.

Portugal, Spanien und weitere europäische Länder haben hier und da einen Eintrag, an deren Farbe man erkennt wie andere User(!) ihre Nachbarschaft bewerten. Schaut man auf die Deutschlandkarte sieht man rot, im wahrsten Sinne des Wortes.


Es gibt kaum jemanden der nicht schlecht bewertet und virtuell heruntergemacht wird.

Jeder kann sich anmelden und Einträge verfassen, dagegen vorzugehen würde hingegen wohl Jahre in Anspruch nehmen.

Zitat:Hinter dieser Plattform verbirgt sich nichts anderes als die moderne Methode des Blockwart-Systems, das wir aus der Zeit des Nationalsozialismus kennen”, erklärt Hans Zeger, Obmann des Vereins für Datenschutz Arge Daten.

Die Daten werden so gut wie nicht kontrolliert und/oder verifiziert, man kann im Grunde über seinen langgehassten Nachbarn schreiben was man will. Man könnte auch über irgendjemanden etwas schreiben, einfach auf der Karte eine Strasse in einer beliebigen Stadt wählen, einen Punkt markieren und munter drauf los schreiben.

Erst nach dem sich diverse Benutzer darüber beschwerten (natürlich wieder vorwiegend die Deutsche), musste der Betreiber inzwischen eine Funktion einbinden die auch das Löschen eines Eintrags ermöglicht.

Dies wurde nun so realisiert das mehrere User einen Button “zum Löschen vormerken (flag to removal)” nutzen müssen damit dies dann (manuell) realisiert wird, allerdings kann man damit rechnen das es (je nachdem was man denn für Nachbarn hat) ruckzuck einen neuen Beitrag gibt.

Vielleicht stehst du ja auch schon drin? www.RottenNeighbor.com / www.RottenNeighbour.com

Nachtrag 30.August 2008

Die Seite scheint inzwischen so gut wie nicht mehr erreichbar zu sein. Womöglich hängt dies mit den hohen Zugriffszahlen gerade aus der EU zusammen. Da das Routing in die vereinigten Staaten aus der EU und somit auch D nicht gerade das beste ist, und die Amerikaner diese Seite selbst auch sehr aktiv nutzen, dürften die Server und deren Anbindung des Projektes wohl langsam aber sicher den Ansturm nicht mehr bewältigen können.

Sobald man wieder irgendwie Zugriff bekommt werde ich ein kleines Walktrough mit Screenshots erstellen und einen weiteren bericht dazu verfassen, damit jeder die Chance hat sich ein Bild davon zu machen.