:: Ich möchte heulen
ohne Scherz… im Moment ist es echt ein bischen viel.
Michaela kommt heute, vielleicht, endlich aus dem Krankenhaus raus, dafür liegt meine Frau mit einer unsanften Grippe flach, Paul hat immer noch seine Magenkolik und ich stehe derzeit zwischen 4 Türen und weiss nicht recht wohin ich gehen soll…
Tür1: alles sausen lassen und um die Familie kümmern (weiterhin AGH)
Tür2: die passende Gelegenheit abwarten mich dem Chef vorstellig werden und um die Festanstellung bitten
Tür3: das Gewerbe anmelden und selbstständig werden (die ABf legt mir derzeit jedoch nur Steine in den Weg), immerhin gibt es diverse kleinere Aufträge derzeit sowie einen hoffnungsvollen grossen Auftrag (der ohne Gewerbe wohl nicht geht).
Tür4: die AGH weiterführen und ein Kleingewerbe anmelden (laut ABf nicht möglich).
Für die komplette Selbstständigkeit bin ich derzeit einfach noch zu selbstkritisch und unsicher, andererseits will ich den hoffnungsvollen grossen Auftrag nicht “verlieren”, der wäre ein wahnsinniges Sprungbrett für mich, allerdings gehört zur Selbstständigkeit eine Menge mehr dazu als nur ein Gewerbe anzumelden und monatlich meine GUV bei der ABf einzureichen (Gewinn- und Verlustrechnung). Desto mehr man sich damit auseinandersetzt, desto weniger ist man davon überzeugt es zu schaffen.
Wenn mich der Auftraggeber des grossen Angebots “einfach” einstellen würde, wäre mir das die liebste Variante von allen, aber wenn das für ihn denkbar wäre, wäre sicherlich ein Vorschlag in dieser Richtung gekommen. Möglicherweise könnte man damit sogar 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, da der Auftraggeber mich weiter als Designer einsetzen kann und seine Kunden so in den Genuss einer weiteren Produktsparte kommen, falls der Auftraggeber an einer solchen Sparte interessiert wäre. Auch kleinere Supportanfragen und sonstige Dienste könnte ich erbringen. Ich kann nix perfekt dafür von allem etwas und von manchem etwas mehr, aber in Deutschland interessieren ja leider nur stupide Nachweise und Zeugnisse…
Evtl. wäre einfach eine Initiativbewerbung bei besagtem Auftraggeber angebracht, wenn dieser seine Pläne für Ende des Jahres jedoch umsetzt und ich nicht von zu Hause aus arbeiten “darf”, würde dies einen weitreichenden Umzug bedeuten was ohne Führerschein und KFZ nicht gerade einfach ist, aber bei einem lukrativen Arbeitsvertrag überlegt man da glaube ich nicht sehr lange, die Frage ist, wie man es vorab finanziert. Leider weiss ich das der Auftraggeber derzeit auch sehr viel zu tun hat und ich so nur mit der Tür ins Haus fallen würde was sicherlich auch nicht gerade förderlich ist, andererseits könnte er die Hilfe vielleicht gerade jetzt gut gebrauchen, allerdings kommt hier wieder das Problem das kein Führerschein und kein Fahrzeug vorhanden ist dazwischen.
Wie entscheidet man sowas jetzt? Baut man sich ein Glücksrad? Geht man auf Nummer sicher und somit keinerlei Risiko ein? Versucht man nach vorne zu schreiten und ignoriert die Risiken (was verdammt übel ausgehen kann und das macht mir “Angst“)?
Ich weiss es einfach nicht mehr…
AGH = Arbeitsgelegenheit
ABf = Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigungsförderung
GUV = Gewinn- und Verlustrechnung



